Der mobile Heimspeicher

Was versteht man unter einem “mobilen Speicher” “mobilen Heimspeicher” oder einem mobilen Pufferspeicher?

Darunter versteht man den Einsatz von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen welche in der Lage sind elektrische Energie im Fahrzeug (Traktionsbatterie) zu speichern und die vorhandene gespeicherte Energie wieder abzugeben. Dabei spricht man von bidirektionalem Laden.
Diese Eigenschaft der Bidirektionalität ermöglicht es das Fahrzeug als mobilen Speicher einzubinden, sozusagen ein Speicher auf 4 Rädern.
Oft wird dabei auch von V2G (Vehicle to Grid) gesprochen, d.h. das Fahrzeug kann Strom ins Netz zurückspeisen.


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Elektrofahrzeuge, die bidirektional sind und an ein intelligentes Heim-Stromnetz (V2HG) angeschlossen sind, können die Funktion eines mobilen und stationären Heimspeichers (Pufferspeicher) übernehmen. So kann beispielsweise in Häusern mit Photovoltaik-Anlagen der im Fahrzeug gespeicherte Solarstrom wieder ins Haus-Stromnetz zurückgeführt werden. In Europa ist dies bisher bei den Elektrofahrzeugen von Mitsubishi-Motors (Electric Vehicle und Plug-in Hybrid Outlander) und Nissan (LEAF und e-NV200) möglich. Die Stromentnahme erfolgt an der DC-Schnittstelle (Gleichstrom) des Fahrzeugs.
Die Grundlage dafür bietet neben einer bestimmten Beschaffenheit des Fahrzeugs der CHAdeMO-Standard (Schnittstelle). Welcher bereits ab der Version 1.0 dafür ausgelegt wurde und somit die Bidirektionalität zulässt. Zusätzlich zum entladefähigen Auto und der Freigabe durch den Hersteller ist noch eine weitere Hardware (z.B. DinX) notwendig um einen Inselbetrieb oder Netzparallelbetrieb gewährleisten zu können.


Entgegen der Annahme, dass die Automobilhersteller die erforderliche Hardware produzieren und anbieten, werden unterschiedliche Industriepartner demnächst geeignete Produkte an den Markt bringen, welche zum Teil von der Automobilindustrie unterstützt werden, indem diese die Schnittstellen für entsprechende Produkte freigeben oder diese mit in der Vermarktung unterstützen. Aktuell gibt es keine Serienprodukte am europäischen Markt, welche über entsprechende Zulassungen, Kriterien und Normen verfügen. Im Laufe des Jahres 2015 soll es jedoch die ersten Serienprodukte geben.
Hardwarelösungen für den mobilen Betrieb (Inselsysteme), die stationäre Heimnetzanbindung oder für den industriellen / gewerblichen Einsatz sind bereits in Planung bzw. in Finalisierung.
Wir halten Sie auf dem Laufenden wo, wann und bei wem solch eine Hardware zu beschaffen ist.
Für Interessensbekundungen Ihrerseits können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden. Schicken Sie uns hierzu einfach eine E-Mail mit der Art der gewünschten Anwendung sowie Ihren Kontaktdaten, wir geben Ihnen kurz vor Markteinführung und sobald bestellbar Bescheid.


Intelligente Netze haben in Verbindung mit rückspeisefähigen (bidirektionalen) Elektrofahrzeugen das Potenzial, die Lastspitzen regenerativer Stromerzeugung abzupuffern, indem die Fahrzeugakkus (Traktionsbatterien) als mobile Energiespeicher fungieren. Ein intelligentes Stromnetz kann solche mobilen oder stationären Stromspeicher (Zwischenspeicher) sinnvoll in das Stromversorgungssystem einbinden und so einen Beitrag zu einem aktiven Energiemanagement leisten.

Aber auch nicht nur bidirektionale Fahrzeuge können einen wesentlichen Beitrag leisten. So eigenen sich diese nicht nur um den Eigenverbrauch in Verbindung eigener Energieerzeugung (z.B. Photovoltaik, BHKW..) zu optimieren (hier sind Eigenverbrauchsquoten von bis zu 100% möglich) sondern können auch zur Lastspitzenglättung dienen um überschüssige Energie aus den Netzen zu holen. Sie sind somit ein wichtiger Bestandteil des Lastausgleichs zu Spitzenzeiten.


In Deutschland ist bis dato nur der Inselbetrieb oder der Netzparallelbetrieb zulässig. Ein direktes Einspeisen ins öffentliche Netz (V2G) ist bis dato noch nicht geregelt und somit nicht zulässig.


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